Pfander und Kaltsamis erreichen Direktausscheidung in Bratislava

Beim internationalen Kadettenturnier am 12.1.19 in Bratislava traten Emil Pfander und Alexander Kaltsamis mit 345 weiteren Sportlern aus der ganzen Welt an. Nach einer guten Vorrunde der Reutlinger mit jeweils drei Siegen qualifizierten sie sich für die Direktausscheidung. Dort mussten sie sich nach engen Gefechten frühzeitig geschlagen geben. Pfander und Kaltsamis zeigten sich sichtlich enttäuscht nach ihren Niederlagen, da sie sich weitaus mehr vorgenommen hatten.

Im Mannschaftswettbewerb traten Pfander für Team Deutschland 2 an und Kaltsamis für Team 3. Auch hier mussten die Mannschaften im 64er KO eine Niederlage einsteckten und belegten am Ende die Plätze 40. und 48.

Ergebnisse:

Emil Pfander (2002), 178. Platz
Alexander Kaltsamis (2002), 204. Platz

Joos gewinnt Bronze in Pliezhausen

Michael Joos von der TSG Reutlingen kämpfte sich beim Regio Cup Turnier am 12.1.19 in Pliezhausen auf den 3. Platz. Er musste sich erst dem späteren Turniersieger Julian Jean-Baptiste aus St. Gallen geschlagen geben.
Die restlichen fünf Reutlinger konnten sich zwar auch für die Direktausscheidung qualifizieren, schieden jedoch im 64er und 32er KO aus. Bei den Damen fochten sich Eva Unfried und Laureen Carbonell ins Achtelfinale und belegten Rang 15 und Rang 16.

Ergebnisse:

Herren
Michael Joos, 3. Platz
Olaf Autzen, 19. Platz
Peter Popella, 25. Platz
Jussi Moog, 34. Platz
Joachim Mayer, 40. Platz
Christoph Hauber, 43. Platz

Damen
Eva Unfried, 15. Platz
Laureen Carbonell, 16. Platz

Weltcupteilnahme von Geckeler und Lindenmann

Dominik Geckeler und Bastian Lindenmann hatten sich durch ihre guten Leistungen für den Herrendegen-Weltcup in Heidenheim am 10. Januar qualifiziert. Damit war er das erste Mal, dass zwei Reutlinger bei diesem Turnier an den Start gehen durften. Mit 324 Teilnehmern aus aller Welt, war es eines der international am stärksten besuchten Wettkämpfe. 

Der Newcomer Geckeler lieferte bei seiner ersten Weltcupteilnahme eine gute Leistung an. Er musste mehrere Gefechte sehr knapp verloren geben und sein Sieg über den Schweizer Nick Hatz reichte am Ende leider nicht für ein Weiterkommen. Sein Kollege Lindenmann beendete die Vorrunde mit drei Siegen und qualifizierte sich für die Direktausscheidung. Gegen den Kolumbianer John Rodriguez im 256er KO ging Lindenmann gleich zu Beginn in Rückstand, konnte jedoch Aufholen und zeitweise in Führung gehen. Am Ende musste der Reutlinger sich jedoch mit 14:15 Treffern geschlagen geben.

Ergebnisse: 

Bastian Lindenmann, 180. Platz
Dominik Geckeler, 282. Platz

Wolfgang, Marion und Klaus Menzel mit dem Degen erfolgreich

Platz 5 beim Esslinger Stafettenturnier

Die Startgemeinschaft TSG Reutlingen/TV Augsburg/MTV München belegte einen guten fünften Platz unter 14 Teams beim Stafettenturnier in Esslingen. Erstmals war die Reutlingerin Marion Menzel in einer Familienmannschaft mit ihrem Vater und Bruder angetreten – und das mit Erfolg. Das Team fuhr viele Siege ein und war am Ende in einem eng beieinander liegenden Teilnehmerfeld auf Rang fünf platziert.

»En garde« nur mit Schutzkleidung

Die Franzosen haben das Fechten erfunden. Um richtig trainieren zu können, braucht es viel Equipment

Die Briten erfanden den Fußball, die Amerikaner den Football, und was haben die Franzosen erfunden? Den Degen. Kaum jemand weiß, dass es auch heute noch Menschen gibt, die sich mit Degen duellieren, wie es sonst nur in den Zorro-Filmen stattfindet. Aber ja, es gibt sie. Und eine Gruppe dieser Menschen bei der TSG Reutlingen versammelt sich jeden Freitag um 15.30 Uhr in der Sporthalle der Erich-Kästner-Schule, um sportlich aufeinander einzustechen.

Viele Klamotten

Damit am Ende des Unterrichts möglichst wenige Krankenwagen alarmiert werden müssen, tragen die Fechter dabei dicke, weiße Schutzkleidung. Die besteht aus Fechtsocken, Fechthose mit Hosenträgern, Unterziehweste – oder alternativ einem Brustpanzer, der zwar besser schützt, aber dafür die Beweglichkeit einschränkt – der Fechtjacke, durch die ein Kabel durchgezogen wird, dem Handschuh und zuletzt der Fechtmaske. Die Kleidung wird am besten auch in dieser Reihenfolge angezogen. Man sieht schon: Anders als bei anderen Sportarten braucht es hier mehr als einen Ball, um loslegen zu können.

Aber es kommt noch mehr: Fechtsportler fechten auf einer Bahn, die es ermöglicht, Treffer anzuzeigen. Je besser die Fechter, umso schneller fällt ein Treffer, weshalb es ohne Bahn unweigerlich zum Streit um die Treffer kommt. Also schließt man ein Ende eines Kabels am Degen an, lässt es dann durch die Jacke laufen, damit es nicht störend um den Fechter flattert, und schließt das andere Ende dann an einer Kabeltrommel an, die das Stromsignal, das im Falle eines Treffers vom Degen ausgesendet wird, dann zum Melder leitet, der den Treffer anzeigt.

Ist alles aufgebaut, geht das Gefecht los. Der Kampfrichter, also der Schiedsrichter beim Fechten, prüft zuerst, ob die Degen manipuliert sind, und beginnt dann das Gefecht mit den französischen Worten: »En garde, prêt, allez!« Auf deutsch heißt das: »Stellung, fertig, los!«

Die richtige Haltung

Die Fechter bewegen sich nicht frei über das Feld, sondern müssen zuerst in die Fechtstellung. Das bedeutet, rechter Fuß nach vorne, linker Fuß so weit dahinter, dass der eigene Fuß in die Lücke passt. Die Spitze des rechten Fußes zeigt nach vorne, die Spitze des linken Fußes nach links. Dann geht man etwas in die Hocke, und schon ist man in der Fechtstellung. Beim Fechtschritt nach vorne geht zuerst der rechte Fuß vor und dann zieht der linke Fuß nach. Beim Schritt rückwärts ist es andersrum: Zuerst geht der linke Fuß nach hinten, dann der rechte.

Zudem gibt es noch den Ausfall. Will man den Gegner treffen, ist der Ausfall das Mittel der Wahl. Dabei streckt sich zuerst der Arm, dann macht man quasi einen Fechtschritt, aber ohne den linken Fuß nachzuziehen, und drückt das vordere Knie so weit nach vorne, bis es auf einer Linie mit der Fußspitze ist. Dabei das hintere Bein gestreckt lassen.

Mit diesen drei Bewegungen und noch einigen mehr versuchen die Fechter einander auszutricksen und als erster fünf Treffer zu landen. Ist der Kampf zu Ende, geben die Fechter sich die Hand, denn Fairness und Höflichkeit sind die wichtigsten Tugenden im Fechtsport. Die Franzosen mögen vielleicht den Degen erfunden haben, aber bis heute sind die Ungarn und die Belgier die Fechtchampions.

Doch auch wenn die Franzosen nicht immer gewinnen, beginnt jedes Gefecht mit den gleichen Worten: »En garde, prêt, allez!«

 

Paul Klockenbrink, Albert-Einstein-Gymnasium Reutlingen, Klasse 9a

Quelle: https://www.gea.de/leser/zms_artikel,-en-garde-nur-mit-schutzkleidung-_arid,6107782.html?fbclid=IwAR3GvEI7_uZYt2xQwlsfiIh1WAvS-Im4ENhFZWh4FiUkc5Y6BvuOSne2F8E