Vom 27. bis zum 30. Dezember trainierten ein paar Reutlinger Fechter beim Lehrgang des Perspektivkaders in Tauberbischofsheim. Auf dem Programm standen Fechten, sowie Lektionen und Beinarbeitsübungen. Mit diesem Input geht es nun für alle in ein neues und hoffentlich erfolgreiches Jahr 2017.
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Drei auf einen Streich – Spannende Gefechte bei den Fechtturnieren in Reutlingen
Am Wochenende vom 17. bis 18. Dezember wurden in der Storlach-Sporthalle in Reutlingen gleich drei Wettkämpfe im Fechten ausgetragen. Die TSG Reutlingen Fechtabteilung zeigte sich erneut erfolgreich und erkämpfte sich in fast allen Wettbewerben Podestplätze.
Den Beginn machte das traditionelle Reutlinger Achalmturnier, das zum 24. Mal unter internationaler Beteiligung stattfand. Bei dem älteren Schülerjahrgang (Jg. 2005) kämpfte sich Jaron Immer von der TSG Reutlingen ungeschlagen bis in das Finale vor. Dort musste er sich jedoch dem späteren Sieger Matthew Bülau aus Heidenheim mit 10:7 Treffern geschlagen geben. Die Reutlinger Leopold Heusel und Florian Kunath erreichten den 11. und den 17. Platz. Im mittleren Schülerjahrgang (Jg. 2006) waren ebenfalls drei Reutlinger am Start. Nico Geckeler und Alexander Kühbauch schafften den Sprung in das Viertelfinale, wo sie allerdings auch eine Niederlage einstecken mussten. Kühbauch erkämpfte sich den 6. Platz, gefolgt von Geckeler auf Rang 8. Ihr Vereinskollege Bojan Urbanek belegte den 12. Platz.
Am Folgetag ging es mit dem B-Jugend-Wettbewerb weiter. Hier zeigten sich die Reutlinger gut in Form. Nach engen Gefechten im Jahrgang 2003 schafften es Nils Röhm und Colin Grundler in das Viertelfinale. Während Röhm dem späteren Zweitplatzierten unterlag, stürmte Grundler in das Finale vor. Dort traf er auf Michael Kramer aus Augsburg, der gegen Röhm den Sieg davon getragen hatte. Der Kampf war sehr ausgeglichen und spannend. Am Ende behielt Grundler die Nerven und setzte den entscheidenden finalen Treffer zum 10:9. Der Reutlinger sicherte sich damit den ersten Platz des gut besuchten Ranglistenturniers. Im jüngeren Jahrgang der B-Jugend (Jg. 2004), focht sich Kevin Brudi von der TSG Reutlingen souverän in das Halbfinale. Hier lieferte er sich mit dem Tauberbischofsheimer Kevin Kozielski ein enges Duell. Brudi musste sich jedoch mit einem Treffer Unterschied geschlagen geben, was am Ende den 3. Platz bedeutete.
Bei den Damen waren drei Reutlingerinnen vertreten. Im Jahrgang 2003 fochten Sophie Schill und Ann-Sophie Geckeler eine gute Vorrunde und zogen in das Achtelfinale ein. Sie konnten allerdings nicht ihre gewohnte Leistung abrufen und mussten eine Niederlage einstecken. Geckeler belegte den 11. Platz und Schill erreichte Platz 13. Bei den jüngeren Damen trat Tamara Lummerzheim an, die sich ebenfalls in das Achtelfinale focht. Am Ende reichte es auch ihr nicht, sich in das Viertelfinale vorzukämpfen, sodass sie auf dem 16. Platz landete.
Neben dem traditionellen Achalmturnier wurden am 17. Dezember 2016 zwei weitere Turniere zum ersten Mal ausgetragen. Dazu gehörte zum einen das Reutlinger Echaz-Wässerle, einem Mannschaftsturnier, das in den Waffen Degen und Florett ausgetragen wurde. 26 Frauen und Männer hatten sich bei diesem Turnier in gemischten Teams zusammengefunden, um das begehrte Reutlinger Echaz-Wässerle zu gewinnen. Das im Marathonmodus ausgetragene Sie&Er Turnier fand hohen Zuspruch unter den Fechtern, die nicht nur aus den lokalen Fechtvereinen, sondern auch von den Universitäten aus ganz Baden-Württemberg nach Reutlingen gekommen waren. Nach einer Kampfzeit von guten vier Stunden standen die Sieger fest. Den ersten Platz belegten die Reutlinger Felix Lindenmann und Hannah Traub. Von der TSG kamen darüber hinaus Bastian Lindenmann mit Ellen Merseburg auf den 3. Platz, gefolgt von Katharina Lutz und Olaft Autzen auf Platz 4.
Die Baden-Württembergischen Meisterschaften feierten in Reutlingen ebenfalls Prämiere. Der erste Wettkampf dieser Art wurde in den Waffen Degen und Florett ausgetragen. In der Storlach-Sporthalle fanden sich fast alle Fechter aus ganz Baden-Württemberg ein, darunter aus Heidelberg, Esslingen, Böblingen und Reutlingen. Die Sportler zeigten sich hochmotiviert im Kampf um den Meistertitel. Dabei wurde in verschiedene Wettkampfklassen (A, B und C), je nach körperlicher Einschränkung, unterteilt. Die Rollstuhlfechter lieferten sich umkämpfte Gefechte. Von der TSG trat Nils Neumann in der Kategorie A an. Nach langer krankheitsbedingter Pause, gelang es ihm aber nicht, an seine Leistung anzuknüpfen. Nichtsdestotrotz zeigte sich Neumann kämpferisch, was mit dem 2. Platz sowohl im Florett, als auch im Degen belohnt wurde. Felix Schrader aus Esslingen wurde in der Kategorie A Baden-Württembergischer Meister. Der Heidelberger Joachim Friess tat es ihm im Herrenflorett in der Kategorie B/C gleich. Im Degen musste Friess sich dem Böblinger Tim Widmaier im Finale geschlagen geben. Bei den Damen erreichte Zarife Imeri aus Heidelberg den 1. Platz. Die Baden-Württembergischen Meisterschaften setzen ein tolles Zeichen und zeigten die Faszination Rollstuhlfechten in all ihren Facetten.
Es war ein rundum gelungenes Wochenende mit spannenden Duellen und glücklichen Siegern. Damit können die Fechter nun in die Weihnachtspause gehen, ehe sie im nächsten Jahr wieder angreifen.

Württembergische Meisterschaften Rollstuhlfechter Florett, 17.12.2016 – Tim Widmaier (links) gegen Nils Neumann (TSG Reutlingen, rechts); Foto: Axel Grundler
Ergebnisse:
24. Reutlinger Achalmturnier
Schüler, Herren (Jg. 2005)
Jaron Immer, 2. Platz
Leopold Heusel, 11. Platz
Florian Kunath, 17. Platz
Schüler, Herren (Jg. 2006)
Alexander Kühbauch, 6. Platz
Nico Geckeler, 8. Platz
Bojan Urbanek, 12. Platz
B-Jugend, Herren (Jg. 2003)
Colin Grundler, 1. Platz
Nils Röhm, 8. Platz
Julius Kazmaier, 12. Platz
Maxime Mez, 22. Platz
Maximilian Kunath, 24. Platz
Hannes Rosenberger, 27. Platz
Noah Häusermann, 28. Platz
B-Jugend, Herren (Jg. 2004)
Kevin Brudi, 3. Platz
Linonel Aierle, 18. Platz
Jan Maushardt, 22. Platz
B-Jugend, Damen (Jg. 2003)
Ann-Sophie Geckeler, 11. Platz
Sophie Schill, 13. Platz
B-Jugend, Damen (Jg. 2004)
Tamara Lummerzheim, 16. Platz
1. Echaz-Wässerle
Hannah Traub/Felix Lindenmann, 1. Platz
Ellen Merseburg/Bastian Lindenmann, 3. Platz
Katharina Lutz/Olaf Autzen, 4. Platz
Nicola Schwenk/Dominik Geckeler, 7. Platz
Ann-Kathrin Mädler/Fabio Rempfer, 9. Platz
Svenja Wurster/Max Weise, 11. Platz
1. Baden-Württembergische Meisterschaften im Rollstuhlfechten
Nils Neumann, 2. Platz im Florett und im Degen
TSG-Fechter präsentieren sich in Bonn als starkes Team
Die Fechtabteilung der TSG Reutlingen war am vergangenen Wochenende mit einem Reisebus auf das internationale A-Jugend-Turnier nach Bonn gefahren. 22 TSGler gingen beim stark besetzten Ranglistenturnier des DFB an den Start. Im mit 166 Teilnehmern besetzten Herrenwettbewerb gelang Louis Röhm, Gerrit von Laue, Dominik Geckeler und Emil Pfander der Einzug ins KO der besten 32. Auch für die anderen hatte sich die Reise gelohnt. Die jungen Fechterinnen und Fechter stellten ihre nationale und internationale Konkurrenzfähigleit erneut unter Beweis und sammelten viel Erfahrung.
Louis Röhm startete sehr konzentriert in den Wettkampf und gewann elf von zwölf Gefechten. Nur eins verlor er mit 4:5 Treffern knapp und sicherte sich damit ein Freilos im 128er-KO. Anschließend gewann er 15:13 gegen Rasmus Linow (SC Itzehoe), verlor jedoch 9:15 gegen Lokalmatador Fabio Murru (OFC Bonn) und beendete das Turnier auf einem guten 19. Platz unter 166 Teilnehmern.
Auch Gerrit von Laue gelang der Einzug ins KO der besten 32 Fechter. Er lies in den Runden kaum einen Fehler zu und gewann zehn Gefechte. Nach einem verdienten Freilos im 128er-KO, besiegte er Christopher Trautmann (Fecht Club Krefeld) 15:13 und schied dann 8:15 gegen den späteren Drittplatzierten Dean Müller (TSV Bayer Leverkusen) aus. Gerrit belegte Platz 23.
Kurz hinter ihm, auf Rang 26, platzierte sich Dominik Geckeler. Mit neun Siegen in Vor- und Zwischenrunde konnte auch er ein Freilos für das 128er-KO ergattern. Damit stand er direkt im KO-Gefecht gegen Simon Göbhard (MTV Giessen). Dominik entschied den Kampf 15:10 für sich, konnte aber im darauf folgenden Gefecht gegen Stephan Behr (Solinger TB) nicht die Oberhand gewinnen und verlor 7:15.
Emil Pfander gewann ebenfalls neun Gefechte in den Runden und hatte sich damit eine gute Indexposition für die Direktausscheidung gesichert. Seinen ersten KO-Kampf gegen Tim Nicklaus (TSV Berlin-Wittenau) gewann er mit 14:10 Treffern nach Zeitablauf und auch gegen Athanasios Tsiagkanas (TG Schwenningen) behielt er mit 15:5 Treffern die Oberhand. Erst gegen den späteren Goldmedaillengewinner Tobias Weckerle (SV Böblingen) musste sich Emil 10:15 geschlagen geben und belegte Platz 27.
Trotz einer sehr guten Vorrunde und einem Freilos im 128er-KO reichte es für Alexander Kaltsamis nicht für den Einzug ins 32er-KO. Er verlor in einem nervenaufreibenden Gefecht 14:15 gegen Christopher Schmitt (TSF Ditzingen) und wurde 33.
Max Weise konnte zwar sein erstes KO-Gefecht gegen Gerrit Deußing (Neußer SV) noch klar mit 13:8 Treffern gewinnen, fand dann aber nicht die richtigen Mittel gegen Alexej Schuchart (TSV Bayer Leverkusen) und unterlag 11:15. Max erreichte Rang 41.
Dicht hinter ihm platzierte sich Fabio Rempfer auf Rang 49. Er gewann 15:6 im 128er-KO gegen Paul Menschik (FC Berlin Südwest), verlor jedoch dann gegen den Niederländer Ruben Derksen mit 12:15 Treffern.
Kerim Var, Matthias Wlcek, Raphael Lutz, Colin Grundler und Leonard Andres erreichten das KO der besten 128 und belegten die Plätze 87, 98, 103, 104 und 126. Nils Röhm wurde 141., Maximilian Kunath 158. und Lionel Aierle 161.
Bei den Mädels schaffte leider niemand den Sprung ins KO. Im Feld von 150 Teilnehmerinnen schlugen sich Cira Noever, Anna-Sophie Geckeler, Svenja Wurster, Louisa Hogenmüller, Anna Marie Hogenmüller und Ann-Kathrin Mädler jedoch tapfer und belegten die Plätze 100, 109, 110, 114, 126 und 139. Gewinnerin des Turniers war Lea Mayer (Heidenheimer SB).
Besonders erfreulich war der starke Gruppenzusammenhalt der 22 Fechterinnen und Fechter. Das Trainerteam zeigte sich erwartungsvoll für die nächsten Turniere und hofft weiterhin auf eine so rege Teilnahme der jungen Athleten an den Wettkämpfen.